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Der Schloss in
Nakomiady (Eichenmedien) wurde auf dem Gipfel eines Hügels errichtet, der über die umgegebenen Dörfer herrscht, an einer Stelle an der eine mittelalterliche Befestigung oder ein Ritterburg namens "Fliehburg" stand. Die genauen Angaben sind uns leider nicht bekannt. Die ursprüngliche Burg war erst mit den Natur- Steinmauern dann mit Ziegelmauern befestigt. Es blieben bis zur heutigen Zeit noch die Grundmauern mit der zweigeschossigen Unterkellerung, unterirdische Gänge nach Rastenburg und Rhein bestehen. Auch einige Reste der Umfassungsmauer nebst einem Umfassungswall sind bis heute vorhanden. Der 'Fliehburg' entstand in Jahren 1392-1396.
1653 verlieh der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm das Gut Nakomiady (Eichmedien) dem preußischen Gesandten in Polen dem Johann von Hoverbeck laut Grundakten für seine treuen Dienste zu erblichem Eigentum, weil es dem Hoverbeck gelang von dem polnischen König eine Eidesentlassung der Stände zu erhalten, was für den Kurfürsten und für die künftige Unabhängigkeit Preußens von großer Bedeutung war. In den Jahren 1664 - 1680 erbauten die neuen Besitzer einen schlichten weißen Mittelbarockbau mit klassischen Anklängen. 1705 begannen die letzten architektonischen Umbauarbeiten, die durch den Warschauer Architekten Józef Piola geleitet wurden und dem das Schloss den endlichen Charakter verdankt. 1789 erwarb das Schloss der preußische Beamte Friedrich Redecker, der ein Jahr später geadelt wurde. Der Schloss und umliegende Güter wurden von der Familie von Redecker bis zum Januar 1945 bewohnt und verwaltet.
Seit 1998 werden im Schloss, im Park und auf dem dazu gehörenden Gutshof umfangreiche Sanierungsarbeiten vorgenommen, um den vorherigen Glanz wiederzubeleben. |